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Oktober 2019

Jean Katambayi Mukendi Gewinner des ZEITSICHT Kunstpreises 2019

Augsburg – Bietet Kunst mögliche Antworten auf gesellschaftliche Fragen? Dem diesjährigen Gewinner unseres ZEITSICHT-Awards, Jean Katambayi Mukendi, gelingt dies in seinen Kunstwerken. Am 7. Dezember erhält der kongolesische Künstler den von uns gestifteten Preis von Laudator Sammy Baloji. Baloji stammt wie Katambayi Mukendi aus dem Kongo und ist nicht zuletzt als Teilnehmer der documenta 14 bekannt geworden.

Jean Katambayi Mukendi, geboren 1974, lebt in Lubumbashi in der kongolesischen Provinz Katanga, wo er heute als freier Künstler und zusätzlich als Mathematiklehrer arbeitet. Er wuchs in der Umgebung einer Stahlfabrik und in Siedlungslagern auf – ein Umfeld, das von der Kolonialgeschichte des Landes stark geprägt war. In seiner künstlerischen Arbeit verbindet Katambayi Mukendi Einflüsse aus dem täglichen Leben mit seinen früheren Erfahrungen als gelernter Elektriker. Er schafft fragile und komplexe Installationen, die von ausgeklügelten elektrischen Mechanismen angetrieben werden. Seine technologischen Konstrukte sieht er als Beitrag zur Suche nach Lösungen für soziale Probleme in der heutigen kongolesischen Gesellschaft.

Er nahm an mehreren Förderprogrammen (Artist-in-Residency) teil, unter anderem an der École supérieure d’Art in der Aix-en-Provence und erhielt unter anderem den Young Creation Award.

„ZEITSICHT verfolgt das Ziel, jungen, hoffnungsvollen Künstlern und Künstlerinnen eine Plattform zu bieten“, sagt hauserconsulting-Geschäftsführer Eberhard Hauser. „Für mich sind Katambayi Mukendis Arbeiten ein eindrucksvoller Beleg, wie sich gesellschaftliche Relevanz künstlerisch ausdrücken lässt. Sammy Baloji bin ich für die Wahl sehr dankbar, denn sie öffnet uns wieder die Augen, wie komplex und schmerzhaft viele Aspekte der Globalisierung sind.“

Weitere Informationen, Künstlerporträts, Bilder und Videos: www.zeitsicht.info

Interview with Sammy Baloji: To the interview

Die zugehörige Ausstellung beginnt am Sonntag, 08.12.2019 (Neue Galerie im Höhmannhaus, Maximilianstraße 48, 86150 Augsburg, täglich außer montags, 10 bis 17 Uhr, Eintritt frei) und läuft bis Sonntag, den 12.01.2020. Darüber hinaus findet am 08.12. um 11 Uhr die Lesung des Werks „Kongo” von Eric Vuillard statt. Es liest Klaus Müller, Schauspieler am Augsburger Staatstheater.

In den Wochen vor der Kunstausstellung finden in Augsburg zum 30. Mal die Afrikanischen Wochen statt. Das Programm können Sie sich unter dem folgenden Link downloaden.

Ansprechpartner hauserconsulting:
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Tel.: 0821 / 25750-16
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