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Veröffentlichungen update 04

7 Thesen zum Lernen in Teams

von Martin Hagen

5. Die Führungskraft spielt im Lernprozess eine zentrale Rolle oder:
Das Führen von Teams – ein Handwerk des Führenden

Wie in der Familie die Eltern, so haben Führungskräfte für ihr Team eine besondere Verantwortung was die gesunde Entwicklung anbelangt. Von ihnen hängt es in besonderer Weise ab, ob und wie gut Lernen gelingt. Ihr Einfluss ist wohl nicht hoch genug einzuschätzen: Sowohl was die Auswahl der Lernfelder (vgl. Thesen 3 und 4) als auch was das Lernklima anbelangt.

Es ist traurig, aber leider wahr: Teams können sich mit Führungskräften, die das Team klein halten, nur schwer entwickeln. Deshalb brauchen jene, die mit dem Führen von Teams an ihre Grenzen stoßen, zunächst Unterstützung für sich selbst. Teams zu führen ist ein eigenes Handwerk. Viele können dieses Handwerk lernen – oder sich darin verbessern. Beneidenswert sind jene Teams, in denen Führungskräften genügend Raum und Zeit bleibt, diese Fertigkeit auszubilden.

6. Effizientes Teamlernen geschieht in 4-Augen-Gesprächen

Leider wird in vielen Unternehmen immer noch zu viel Zeit mit zu vielen Menschen in Besprechungen vertan. Auch in Teams werden meines Erachtens zu viele Themen (zu schlecht vorbereitet) mit zu vielen besprochen. Führungskräfte haben bei vielen Problemen den Anspruch, mit allen gemeinsam einen Konsens zu erzielen (oder zumindest darüber geredet zu haben).

Dies ist um so erstaunlicher, da viele die Erfahrung gemacht haben: Lernen ist unter vier Augen viel einfacher. Viele Führungskräfte berichten, dass sie im Einzelgespräch viel mutiger konfrontieren können als vor anderen (ohne dass die Wertschätzung darunter leidet). Unser Gegenüber nimmt Feedback viel besser auf, kann nachfragen und verliert auch bei schwierigen Themen nicht das Gesicht. Je größer der Kreis, umso höher auch die soziale Komplexität. Daher sollten die Themen, die im großen Rahmen besprochen werden, wohl ausgesucht sein.

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