Medientraining Medienstrategien
- Medienboom
In den vergangenen Jahren explodierte die Zahl der Info-Produzenten: 144 Fernsehsender, 274 Radiostationen, 410 Zeitungen, 2000 Zeitschriften, über 2,5 Millionen Werbespots pro Jahr.
- Medialer Einheitsbrei
Die Kapazitäten der Menschen sind aber nicht mit gewachsen. Die Folge ist: Die Konsumenten schalten immer häufiger ab und nehmen immer weniger Informationen auf. Wer heutzutage von den Menschen wahrgenommen werden will, kann nicht einfach lauter, bunter und schriller auftreten. Das steigert die Reizüberflutung nur noch weiter.
- Aldi-Prinzip
Nicht umsonst ist aus diesem Grund eine Marke wie Aldi so erfolgreich. Klare Strukturen und ein eindeutig definiertes Angebot – der Kunde erhält Orientierung und weiß worauf er sich einlässt. Das ist auch in der Kommunikation die Devise. Nur wer sich klar und eindeutig inszeniert, erhält die Aufmerksamkeit der Zielgruppe.
- Jauch-Prinzip
Günther Jauch ist nicht witziger als andere Moderatoren, aber glaubwürdiger. Gerhard Schröder hat das Kanzlerduell gegen Edmund Stoiber nicht mit Fakten gewonnen, sondern weil er sich glaubwürdiger inszenierte. Echte Menschen, die sich nicht verkünsteln, dafür aber ihre Ecken und Kanten zeigen, werden vom Publikum akzeptiert.
- Maus-Prinzip
Die Welt wird unübersichtlicher, der Wunsch nach Ordnung wird größer. Wer seine Ideen und Überzeugungen in den Medien darstellt, muss sie für die Menschen ordnen. Einfache sprachliche und narrative Strukturen wie sie die Sendung mit der Maus zeigt, sind nachgewiesenermaßen auch bei Erwachsenen immer beliebter.
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