Interview mit drei Lehrtrainern
Von links: Martin Hagen, Susanne Heidelberger-Heidegger, Eberhard Hauser
Coaching – ist auch eine Frage der Geisteshaltung
Ein Interview mit den Lehrtrainern
Dominik Bachmair: Es gibt inzwischen mehr als einhundert Institute im deutschsprachigen Raum, die Coaching-Weiterbildungen anbieten. Was macht das Programm von hauserconsulting so besonders?
Susanne Heidelberger-Heidegger: Bei uns können Coaches und Berater ihren ganz eigenen Stil entwickeln. Wer zu uns kommt, lernt viel über sich und über professionelles Arbeiten als Coach oder Berater. Und: in unseren Ausbildungsgruppen wird viel gelacht!
Martin Hagen: Ja, das stimmt. Zudem sind wir alle seit vielen Jahren als Coaches und Berater in ganz unterschiedlichen Kontexten tätig. Fast alle von uns haben Erfahrung als Psychotherapeuten und arbeiten jetzt als Executive Coaches und Organisationsentwickler. Wenn wir Fallstudien machen, dann sind diese alle tatsächlich erlebt und manchmal auch durchlitten – das spüren die Teilnehmer, da entsteht Relevanz.
Eberhard Hauser: Und wir sind als Personen auch ganz verschieden. Du, Susanne, kamst ursprünglich vom Psychodrama und hast die Entwicklung der Systemischen Beratung von Anfang an miterlebt. Martin kam von der Teamentwicklung und der Gruppendynamik; und ich hatte vor meiner systemischen Beraterausbildung eine Ausbildung zum Gestalttherapeuten gemacht.
Dominik Bachmair: Das klingt jetzt so, als ob die Persönlichkeit
des Lehrtrainers ausschlaggebend sei?
Martin Hagen: Natürlich ist ein sorgfältiger Programmaufbau ganz wichtig, der den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ermöglicht, sich persönlich zu entwickeln. Erwachsene lernen auch am Modell sehr gut. Und bei uns können sie verschiedene Modelle erleben.
Susanne Heidelberger-Heidegger: Jetzt kommen wir zu einem ganz wichtigen Punkt: unser gemeinsames geistiges Fundament.
Dominik Bachmair: Was heißt das konkret?
Eberhard Hauser: Konkret heißt das, dass wir ein gemeinsames Verständnis von Qualität und Beratungs-Ethik haben, d.h., dass wir Beratung und Coaching so transparent wie möglich gestalten; dass wir keine „faulen Tricks“ anwenden; und dass wir Grenzsituationen wie z.B. die Grauzone zwischen Psychotherapie und Coaching sehr klar definieren.
Coaching ist damit auch eine Frage der Geisteshaltung und des Menschenbildes. Auf diese persönliche Auseinandersetzung legen wir großen Wert.

